Historie

Kleine Geschichte der Entstehung der Kirchengemeinde Rheinfelden

Nach der ersten Industrieansiedlung kamen auch evangelische Familien nach Rheinfelden. Unterstützt vom Grenzacher Pfarrverwalter Seufert und der reformierten Gemeinde in Rheinfelden/CH wurde 1898 die Evangelische Diasporagenossenschaft gegründet.

1899 wurde die erste Kirche auf dem Stadtgebiet, die Adelbergkirche,  geweiht. Die Gemeinde wuchs im schnellen Tempo und das Kirchlein war bald zu klein. Neue Kirchbaupläne wurden durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 zunichte gemacht. 1930 konnte dann das Pfarrhaus in der Müssmattstrasse bezogen werden und das Grundstück für den Kirchbau erworben werden. Unter großem Einsatz von Pfarrer Eckardt wurde die Christuskirche gebaut und 1937 eingeweiht. Wie schwierig es war in dieser Zeit eine Kirche zu bauen zeigt der Versuch der NSDAP-Kreisleitung die Aufstellung der bereits fertigen und angelieferten Christusfigur neben der Kirche zu verhindern.

Pfarrer Eckhardt konnte nur acht Monate in der neuen Kirche predigen. Er starb 1938 nach mehrwöchiger Krankheit. Sein Nachfolger Hans Huber wurde 1941 eingezogen und fiel bei Stalingrad. Bis 1946 gab es eine Notversorgung unter anderem mithilfe von Vikarin Fleckenstein, eine der ersten badischen Theologinnen. 1946 Kam Pfarrer Mennicke nach Rheinfelden. Er blieb bis 1971. In dieser Zeit wuchs die Gemeinde, nicht zuletzt durch die vielen Flüchtlinge aus dem Osten, so stark, dass 1959 eine zweite evangelische Pfarrei, die Paulusgemeinde, gegründet wurde. Pfarrer Wettmann bezog als erster mit seiner Familie das neue Pfarrhaus in der Stettiner Strasse.

Mit zur Paulusgemeinde gehörte der Ortsteil Minseln, der schon im Jahr 1955 eine eigene Kirche, die Johanneskirche, bekam. Die Kirchbaupläne der Paulusgemeinde konnten nie verwirklicht werden. Statt dessen wurde 1974 das Gemeindezentrum Paulussaal gebaut und die Christuskirche weiterhin von beiden Pfarreien genutzt.

1974 wurde auch das neue Gemeindezentrum in Karsau gebaut, um so der neu gegründeten dritten Pfarrei Räumlichkeiten zu geben. Die Ortsteile Karsau, Beuggen, Riedmatt und Minseln wurden zur Johannesgemeinde zusammengeschlossen. Georg Müller wird zum ersten Pfarrer auf dem Dinkelberg berufen. 1979 wurden die Ortsteile Adelhausen und Eichsel von der Gemeinde in Maulburg zur Johannesgemeinde umgegliedert.

1981 wurde der Ortsteil Herten aus der Kirchengemeinde Whylen ausgegliedert und der Paulusgemeinde Rheinfelden zugeschlagen. 1983 entstand die vierte eigenständige Pfarrei der Kirchengemeinde Rheinfelden, die Petrusgemeinde. Die kleine Kapelle in Herten wurde um- und neugebaut: 1991 wurde das neue Gemeindezentrum mit seiner Kirche eingeweiht und so konnten auch die Gebäude dort dem wachsenden Gemeindeleben unter Pfarrerin Bergmeier Rechnung tragen.


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